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Akustische Barrierefreiheit

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EIN KLARES "JA" ZUR IMPLEMENTIERUNG AKUSTISCHER BARRIEREFREIHEIT!

In die diversen Beratungsstellen für Schwerhörige Österreichs der dem ÖSB angeschlossenen Mitgliedervereine und -gruppen kommen immer wieder Klient/innen, die mit Hörgeräten versorgt sind, aber keine Induktion programmiert haben, obwohl diese im Hörsystem vorhanden ist und lediglich vom Akustiker aktiviert werden müßte. 

Viele wurden von Akustiker/innen über diese Möglichkeit nicht informiert. Noch schlimmer aber, auf Nachfrage bei unseren Klient/innen wurde bei vielen auch von einer induktiven Versorgung mit der Aussage „Induktion ist eine veraltete Technologie“ abgeraten. 

Dem möchten wir vehement widersprechen: Induktion ist zwar altgedient, aber nicht veraltet! 

Induktion ist Teil der „akustischen Barrierefreiheit“ und es gilt seit 2016 das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz, wonach Barrierefreiheit im Sinne der Inklusion umzusetzen ist. Das bedeutet, dass auch Akustiker/innen und CI-Techniker/innen in der Verantwortung sind, beim Verkauf von Hörsystemen oder der Anpassung von Sprachprozessoren bei CI‘s die „akustische Barrierefreiheit“ zu ermöglichen und auch dahingehend zu beraten. 

Allein die neueste Generation der Phonak Marvel Hörgeräte, um nur einen Produzenten zu nennen, sind mit T-Spule / Induktionstechnologie serienmäßig ausgestattet, um jegliche Art von hörtechnischen Zusatzhilfsmitteln nutzen zu können. 

Nicht nur Zusatzgeräte sondern auch Theater, Kinos und andere öffentliche Eventorte sind mit induktiven Höranlagen ausgestattet, die von Betroffenen auch genutzt werden und zwar weltweit!  Auch die Nutzung von Funkführungsanlagen, die zB bei Museumsführungen und generell im Tourismus häufig verwendet werden, sind für Hörsystemträger/innen ausschließlich mit aktivierter Induktionsspule und dazugehöriger Halsschleife am Funkempfänger nutzbar. 

Wir haben daher bestimmte Unternehmen, wo das Feedback der Klient/innen besonders schlimm ist kontaktiert und um Stellungnahme ersucht, wie Firmenleitungen zu akustischer Barrierefreiheit und der Hörsystem-Ausstattung und Beratung punkto aktivierte „T-Spule“ stehen. 

Deshalb haben wir in unseren Schreiben klar gemacht, dass wir aus den zu erwartenden Antworten ableiten werden, welche Informationen punkto Hörsystemversorgung wir künftig unseren Klient/innen in den diversen Beratungsstellen Österreichs geben werden. 

Außerdem haben wir darauf hingewiesen, dass wir mit den Individualfördergebern wie Sozialministeriumservice und den diversen Sozialreferaten der Bundesländer sowie auch mit der Sozialversicherung in bestem Kontakt sind und wir in kommenden Meetings auch dorthin klar kommunizieren werden, ob schwerhörige Menschen seitens der Hörsystemanbieter generell zur „akustischen Barrierefreiheit“ aktiv beraten werden oder das Gegenteil praktiziert wird.

Als Interessensvertretung werden wir die Ignoranz mancher Stellen in dem Bereich nicht länger tolerieren, wir haben in den Jahrzehnten unseres Bestehens oft genug auf die Bedürfnisse Betroffener hingewiesen und die Industrie, die von den Betroffenen lebt, hat verdammt noch mal die Pflicht, diesen Bedürfnissen nachzukommen! 

Wir werden daher alles tun, dass akustische Barrierefreiheit bereits bei der Hörsystemversorgung und Sprachprozessorenanpassung zu beginnen hat! Punkt! *ÖSB-Öst. Schwerhörigenbund Dachverband im September 2019
 

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Banner Akustische Barrierefreiheit
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"Akustische Barrierefreiheit" braucht zur Umsetzung als Basis ein "barrierefreies Hörsystem"! Das bedeutet, dass eine aktivierte Induktionsspule / "T"-Spule im jeweiligen Hörsystem integriert sein muss. Nur dann können Zusatztechnologien wie Induktive Höranlagen, Funkführungsanlagen etc. von Betroffenen auch verwendet und genutzt werden. Unsere Beratungsstelle TA-VOX berät unsere Klient/innen dahingehend selbstverständlich!
Lesen Sie hier einen Beitrag zum Thema, der in der österreichischen Schwerhörigenzeitschrift "Sprach-R-ohr - Ausg. 3/19" publiziert wurde: